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Serie SCL – Die Hochstromige

Leistungsmerkmale
Details
Modellübersicht
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  • Spannung 12 V oder 40 V
  • Ströme bis 1.200 A
  • Belastung bis min. 0,6 V bzw. bis 0 V (SCL ZV) bei Maximalstrom
  • Benutzerschnittstelle mit 4,3" Touchscreen
  • Grund-Betriebsarten CC, CV, CP, CR
  • Kombinierte Betriebsarten CC+CV, CR+CC+CV, CP+CC+CV, CV+CC
  • Einstellbare Grenzwerte für U und I
  • Funktionen zum Testen von Energiespeichern
  • MPP Tracking
  • Innenwiderstandsmessung
  • List-Funktion mit synchroner Datenerfassung
  • Rechteck-, PWM- und Modulations-Funktion
  • Triggermodell
  • Digitaler Master-Slave-Betrieb zur Leistungserweiterung
  • SCPI-Programmierung mit Messfunktion
  • RS-232, USB, LAN, CAN, I/O-Port serienmäßig
  • GPIB optional
  • I/O-Port standardmäßig
  • Isolierter I/O-Port optional
  • Analoge Messausgänge für Spannung und Strom
  • Analoge Steuereingänge für Ansteuerung U/I und Grenzwert U/I
  • Settings speichern
  • Elektronischer Schutz
  • Zweisprachiges Hilfesystem (DE, EN)
  • 2 kostenlose Kalibrierungen (mit Registrierung)

Beschreibung

Elektronische Lasten der Serie SCL belasten die angeschlossene Quelle bereits ab 600 mV mit maximalem Laststrom von bis zu 1.200 A, die Variante SCL ZV sogar ab 0 V. Sie bieten sich daher für Prüflinge wie Brennstoffzellen und andere stromintensive Spannungsquellen an. Im kompakten 19"-Gehäuse mit nur 2 HE gibt es Modelle mit unterschiedlichen Leistungsklassen.

Betriebsarten

Grund-Betriebsarten
Die Geräte verfügen über die Betriebsarten Konstant-Strom (CC), Konstant-Spannung (CV), Konstant-Widerstand (CR) und Konstant-Leistung (CP).
Kombinierte Betriebsarten
In den Grund-Betriebsarten sind Grenzwerte für Unterspannung und Überstrom einstellbar. Dadurch werden die kombinierten Betriebsarten CC+CV, CR+CC+CV, CP+CC+CV, CV+CC realisiert.

Funktionen

List-Funktion
In allen Betriebsarten CC, CV, CR, CP kann die elektronische Last mit der LIST-Funktion Lastprofile nachbilden. Bis zu 300 Sollwerte variabler Dauer mit zugehöriger Rampenzeit sind  möglich. Für jeden Kurvenabschnitt sind Abtastzeiten separat definierbar. Spannung und Strom werden synchron gemessen und mit Zeitstempel gespeichert.
Rechteck-Funktion
Die Rechteckfunktion bietet eine komfortable Art, einen rechteckförmigen Kurvenverlauf durch Eingabe von absoluten Zeiten und Amplitudenwerten zu generieren.
PWM-Funktion
Bei der PWM-Funktion sind im manuellen Betrieb zu den beiden Amplitudenwerten die Umschaltfrequenz sowie das Tastverhältnis einstellbar.
Modulator
Der Modulator addiert im CC- oder CV-Betrieb ein sinus-, rechteck- oder dreieckförmiges Signal auf einen statischen Sollwert. Frequenz und Modulationsgrad sind einstellbar.
MPP Tracking
Die Funktion Maximum Power Point Tracking (MPPT) besteht aus den beiden Unterfunktionen Sweeping und Tracking, die sich ständig in einem einstellbaren Intervall abwechseln. Ist die gemessene Leerlaufspannung beim Start größer als die Mindestspannung, führt die elektronische Last einen Sweep durch und regelt anschließend den dabei gefundenen globalen MPP nach. Die gesweepte U/I-Kennlinie wird zusammen mit der U/P-Kennlinie im Funktionsgraph der Benutzerschnittstelle angezeigt. Der aktuell ermittelte MPP wird mit einem '+' markiert. Die U/I-Kennlinie kann über eine Datenschnittstelle ausgelesen werden.
Energiespeicherprüfung: Entladefunktion
Die Entladefunktion testet Energiespeicher wie Batterien, Ultracaps, Elkos etc, indem diese in CC-, CP- oder CR-Betrieb entladen werden. Die Entladefunktion ist mit der List-Funktion kombinierbar, so dass ein gepulstes Entladen möglich ist. IUa-Entladung (CC+CV-Entladung) ist ebenfalls möglich: dabei wird der Prüfling mit Konstantstrom bis zu einer definierten Spannung entladen. Diese Spannung wird dann solange konstant gehalten, bis ein definierter Minimalstrom erreicht ist. Stoppkriterien sind Ladung, Energie, Zeit, Strom, Spannung. Beim Datenlogging ist eine Nachlaufzeit zur Beobachtung der Erholungsphase definierbar.
Innenwiderstandsmessung
Die elektronische Last kann den Gleichstrom-Innenwiderstand der angeschlossenen Quelle vermessen. Dazu benutzt sie ein Berechnungsverfahren, das in verschiedenen Standards, z.B. DIN EN 61951, DIN EN 61960, spezifiziert ist.
Messdatenerfassung
Eine automatische Messdatenspeicherung erlaubt es, Messdaten intern oder direkt auf einen externen USB-Stick abzulegen.
Triggermodell
Verschiedene Funktionen bzw. Einstellungen können durch ein konfigurierbares Triggerereignis ausgelöst werden:
  • Lasteingang ein-/ausschalten
  • List-Betrieb starten/stoppen
  • Messdatenerfassung starten/stoppen
  • Getriggerte Sollwerte aller Betriebsarten einstellen
Verfügbare Triggerquellen:
  • Extern
  • Bus
  • Manual
  • Voltage
  • Current
Regelgeschwindigkeit umschalten
Bei bestimmten Prüflingen oder sehr langen Anschlussleitungen ist es eventuell notwendig, die Regelzeitkonstante der elektronischen Last anzupassen, um Schwingverhalten zu vermeiden und einen stabilen Betrieb zu erzielen. Die Regelgeschwindigkeit ist wählbar aus slow - medium - fast.
Watchdog-Funktion
Bei aktivierter Watchdog-Funktion wird im Falle einer fehlerhaften Kommunikation mit dem Steuer-PC der Ausgang abgeschaltet, um den angeschlossenen Prüfling zu schützen.
Master-Slave-Betrieb
Zur Erhöhung der Leistung bzw. des Stromes können bis zu 5 gleiche Geräte im Master-Slave-Verbund parallelgeschaltet werden. Das System verhält sich im Verbund nach außen wie ein einzelnes Gerät. Die Master-Einheit regelt den gesamten Strom des Systems, zeigt die Gesamt-Messwerte an und liefert diese bei Abfrage über eine der Datenschnittstellen. Verkabelung: Je ein Set aus Master-Slave-Kabel K-MS-SCL und K-MS-CAN an allen Slave-Einheiten (von H&H zu beziehen oder selbst konfektionierbar). Um bei Verwendung des Master-Slave-Kabels K-MS-SCL Monitorsignale etc. abgreifen zu können, bieten wir einen SubD25-Doppler als Zubehör an.
Einstellungen speichern
Um wiederkehrende Prüfaufgaben schnell rekonstruieren zu können, sind die aktiven Einstellungen nichtflüchtig speicherbar (intern oder auf USB-Stick), so dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder geladen werden können. 9 interne Speicherpositionen sind vorhanden. Das Gerät kann beim Einschalten wahlweise Reset-Werte einstellen, die zuletzt aktiven Einstellungen beim Ausschalten oder Speicherposition 1 bis 9.

Datenschnittstellen

Folgende Datenschnittstellen sind serienmäßig eingebaut:
  • Ethernet
  • USB
  • RS-232
  • CAN
Optional erhältlich:
  • GPIB Interface (Option SCL02)

I/O-Port

Der standardmäßige I/O-Port stellt analoge und digitale Signale zur externen Steuerung bereit.
Eingänge:
  • Analoge Lasteinstellung von I und U mit 0 ... 5 V oder mit 0 ... 10 V
  • Analoge Grenzwertvorgabe von I oder U mit 0 ... 10 V
  • Lastzuschaltung
  • Wahl der Betriebsart CC/CV
  • Wahl der Regelgeschwindigkeit
  • Remote Shut-down
  • Abfragbarer digitaler Eingang
  • Trigger-Eingang
Ausgänge:
  • Analoger Spannungsmessausgang 0 ... 10 V
  • Analoger Strommessausgang 0 ... 10 V
  • Aktivierungszustand des Lasteingangs
  • Statusausgang für Überlast
  • Programmierbarer Logikausgang
  • Trigger-Ausgang

Galvanisch getrennter I/O-Port

Zur galvanischen Trennung des I/O-Ports vom Ausgangskreis und damit zur Verhinderung von Masseschleifen kann die Option SCL06 eingebaut werden. Durch Verwendung dieser Karte werden Masseschleifen verhindert und es ist möglich, mit zwei Geräten bipolare Spannungen bei gemeinsamer analoger Steuerung zu prüfen.

Hilfesystem

Das integrierte Hilfesystem unterstützt den Benutzer bei der manuellen Bedienung der Geräte. Die Sprache lässt sich zwischen deutsch und englisch umschalten.

Kalibrierung

Mit den Geräten wird ein kostenloser Factory Calibration Certificate (FCC) geliefert. Der Kalibrierprozess unterliegt der Überwachung nach DIN EN ISO 9001. Der Kalibrierschein dokumentiert die Rückführbarkeit auf nationale Normale zur Darstellung der physikalischen Einheit in Übereinstimmung mit dem Internationalen Einheitensystem (SI). Innerhalb der 2-jährigen Gewährleistungsfrist kalibrieren wir ein zweites Mal kostenlos, wenn das betreffende Gerät (Seriennummer) registriert worden ist.
Bedingungen für eine zweite kostenfreie Kalibrierung
Kalibrierintervall: Für den Einsatz unter Laborbedingungen empfiehlt H&H ein Kalibrierintervall von 2 Jahren. Es handelt sich hierbei um einen Erfahrungswert, der für den ersten Benutzungszeitraum als Richtwert herangezogen werden kann. Je nach Einsatzzweck, Nutzungsdauer, Relevanz der Anwendung und Umgebungsbedingungen sollte der Betreiber dieses Intervall entsprechend anpassen.

Dokumentation

Zum Lieferumfang gehören eine Bedienungsanleitung als PDF und gedruckte Allgemeine Sicherheitshinweise, jeweils in deutsch und englisch.

Serie SCL


SCL ZV - ab 0 V

SCL Modelle mit integriertem Zero-Volt-Netzteil für Anwendungen, die eine Prüflingsbelastung bis nahe 0 V fordern.