Wie kann ich Verzerrungen der Analog-Messsignale verhindern?
Speziell beim Prüfen von getakteten Stromversorgungen kann es vorkommen, dass die Messsignale am Analog-I/O-Port für Spannung, Strom etc. verzerrt sind. Die Ursache dazu ist im Aufbau des Messkreises zu suchen.
Getaktete Stromversorgungen haben Filter im Ausgangskreis, unter anderem sogenannte Y-Kondensatoren, die vom Ausgang zur Schutzerde des Gerätes geschaltet sind.
Auch die elektronische Last und andere Messgeräte haben aus EMV-Gründen Filter eingebaut.
Durch die Common Mode-Störspannung (Spannung, die beide Ausgangsanschlüsse der Stromversorgung gegenüber der Schutzerde aufweisen) fließt ein Fehlerstrom durch den Entstörkondensator über die Last oder angeschlossene Messgeräte zurück auf den Ausgang der Stromversorgung. Dieser Störstrom erzeugt meist hochfrequente Überlagerungen an den Messsignalen.
Besonders hohe Störspannungen werden bei dynamischen Prüfungen erzeugt. Abhilfe schafft hier, die elektronische Last und/oder die weiteren angeschlossenen Messgeräte über einen Trenntransformator mit geringer Kopplungskapazität zu versorgen. Der Störstromkreis wird damit unterbrochen, und die Qualität der Messsignale wird verbessert.

