Wie kann einem Stabilitätsproblem durch Erfüllen der Schwingungs-Bedingung vorgebeugt werden?

Beim Prüfen von Stromversorgungen oder sonstigen Schaltungen, die über einen Regelkreis eine Ausgangsgröße stabilisieren, werden beim Anschluss der elektronischen Last zwei Regler miteinander verbunden. Unter bestimmten Bedingungen, nämlich dann, wenn im Gesamtsystem eine Phasenverschiebung größer als 180° auftritt und die Verstärkung größer 1 ist, ist die Schwingungsbedingung erfüllt, und das System fängt an zu oszillieren.
Dieser Zustand ist kein Mangel der elektronischen Last, sondern ein normaler Zustand, der jedoch für Prüfungen unerwünscht ist. Dieser Zustand kann dadurch unterbrochen werden, indem die Voraussetzungen für die Schwingungsbedingung unterbrochen werden. In der Praxis kann parallel zum Lasteingang ein Kondensator in Serie mit einem Widerstand geschaltet werden.
Manchmal bewirkt bereits ein kleiner MKT-Kondensator von ca. 1 µF mit einem 1 Ohm Widerstand in Serie eine Stabilisierung.
Außerdem besteht bei den den meisten H&H-Lasten die Möglichkeit, eine langsamere Regelzeitkonstante einzustellen (s. Bedienungsanleitung).